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Motivation

Der erste Teil meiner Studienarbeit bestand darin, eine Anwendung für das X-Window-System ( X11 ) unter Unix zu schreiben, mit dem sich beliebige Schnitte ( engl. Slices ) in diskreten dreidimensionalen Datenvolumen ( z.B. 3D CT- oder MRI-Schnittschichtdaten[*] aus der Medizin ) berechnen und darstellen lassen. Die Bedienung der graphischen Oberfläche und die Einstellung der Parameter zur Schnittführung sollte für den Anwender möglichst einfach sein. Die graphische Benutzerschnittstelle ( GUI, Graphical User Interface ) wurde deshalb mit OSF/Motif implementiert. Die gesamte Anwendung wurde in C geschrieben, und trägt den Namen ''Slicer''. Im Folgenden soll nun eine Einleitung zu OSF/Motif gegeben werden. Es folgt eine Beschreibung des Programmaufbaus im Groben, um sich in dem doch etwas umfangreichen Source-Code zurechtfinden zu können. Eingebunden in die Anwendung Slicer ist außerdem eine Unterstützung für das X-Window-Tool editres, mit dem sich die komplette Widget-Hierarchie betrachten läßt, und man dessen Ressourcen verändern kann. Anschließend wird das Verfahren, mit dem die Schnitte im Datenvolumen berechnet werden, näher erläutert. Zur Vorverarbeitung der ''frischen'' Bilddaten, um sie mit dem Slicer betrachten zu können, wurde das Utility-Programm histogramm.c geschrieben, auf das weiter unten auch eingegangen wird.

Im zweiten Teil der Studienarbeit wurde das zuerst entwickelte Programm abgespeckt. Teile der Oberfläche, sowie die gesamte Schnittberechnung wurden entfernt. Es sollte ein Motif-Programmgerüst für weitere Arbeiten geschaffen werden. Vorgesehen ist ein Ausbau der abgespeckten Version als graphische Oberfläche zur Simulation der Lichtausbreitung in optoelektronischen Recheneinheiten. Diese Arbeit wird dann nicht mehr von mir weitergeführt, sondern von der POPE Arbeitsgruppe am Lehrstuhl für Rechnerarchitektur- und -kommunikation.


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Thomas Hoehn
5/18/1998